Usability-Bewertung eines „Bönnsch-Glas“ des Brauhaus Bönnsch in Bonn nach DIN EN ISO 9241

Die Untersuchung der Usability eines Bönnsch-Glas - einem Bierglas des Brauhaus Bönnsch in Bonn - nach DIN EN ISO 9241 (die ich zur Veranschaulichung verschiedener Prinzipien durchgeführt habe) hat zu nachfolgendem Ergebnis geführt:

Gemäß DIN EN ISO 9241 Teil 11 ist Usability definiert als:
„Usability ist das Ausmaß, in dem ein Produkt durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufrieden stellend zu erreichen”.

Das Ziel ist das Biertrinken.
Das Werkzeug das Bönnsch-Glas.
Die bestimmten Benutzer sind Biertrinker und mit fortgeschrittener Nutzung des Bönnsch-Glases in der Kneipe (Nutzungskontext) blau.

Die “Effektivität” ist definiert durch die “Genauigkeit und Vollständigkeit mit der der Benutzer ein bestimmtes Ziel erreichen kann“.
Mit dem Bönnsch-Glas ist das Biertrinken genau und vollständig möglich: Denn es hat oben eine Öffnung, in die man Bier hinein schütten kann. Es ist zudem vom Material her so beschaffen, dass das Bier drin bleibt, bis man es trinken möchte. Das Biertrinken ist durch die Öffnung ebenfalls möglich.
Das Bönnsch-Glas ist also ein effektives Werkzeug zum Biertrinken.

Die “Effizienz” ist “der im Verhältnis zur Genauigkeit und Vollständigkeit eingesetzte Aufwand”.
Der Aufwand zum Biertrinken ist nach DIN EN ISO 9241 Teil 110 sehr gering, denn das Bönnsch-Glas ist aufgabenangemessen, weil es auch komplett gefüllt mit einer Hand leicht hochgehoben und zum Mund geführt werden kann. Durch die Einbuchtungen für die Finger ist die Handhabung selbstbeschreibungsfähig – man könnte sogar sagen lernförderlich - und vor allen Dingen fehlertolerant, weil es durch die erhöhte Griffigkeit den fortgeschrittenen Biertrinker davor bewahrt, das Bönnsch-Glas fallen zu lassen.
Das Glas kann zudem - ganz nach Geschmack - ganz oder halb gefüllt werden und das sooft wie es der Biertrinker will und ist damit auch steuerbar. Durch die Möglichkeit der „Bedienung“ mit der rechten oder linken Hand ist es zudem individualisierbar. Trotzdem sieht das Bönnsch-Glas so aus, wie ein Biertrinker ein „normales Kölsch-Glas“ kennt, so dass das „Look and Feel“ des Werkzeuges erwartungskonform zur Tätigkeit „Biertrinken“ ist.
Das Bönnsch-Glas ist also ein effizientes Werkzeug zum Biertrinken.

“Zufriedenstellung” bedeutet “die Freiheit von Beeinträchtigung und positive Einstellung gegenüber der Nutzung des Produktes”.
Da das Bier aus dem Bönnsch-Glas nicht nur leicht und sicher trinkbar ist, sondern daraus auch noch besonders gut schmeckt, wird sich beim Benutzer nach einigen Gläsern Bier voraussichtlich sogar eine positive Einstellung zur Nutzung dieses effizienten Werkzeuges ergeben.
Das Bönnsch-Glas ist also voraussichtlich auch ein zufrieden stellendes Werkzeug zum Biertrinken.

Fazit: Das Bönnsch-Glas ist ein effektives, effizientes und zufriedenstellendes Werkzeug und damit „usable“ zum Biertrinken.

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